Bericht zum 58. SUPA

 

Corona scheint auch im SUPA beendet zu sein. Man trifft sich wieder im Ratssaal, der augenscheinlich nicht gelüftet wurde. Als Besucher muss man distanziert auf vereinzelten Plätzen sitzen, aber die Politiker sitzen relativ dicht beieinander.

 

Ich bin heute nach 3,5 h gegangen, da wurde über TOP 8 diskutiert. Angesetzt waren um die 25. Da braucht es viel Sitzfleisch, um sich das anzutun. Respekt.

Der einzige, wesentliche Radverkehrspunkt war damit TOP 7 „Entsiegelung alte Ringstraße“, der schnell abgehakt wurde. CDU und Grüne beantragten, die alte Ringstraße zu entsiegeln, damit sie als Ökokontofläche ausgewiesen wird. Jede neu versiegelte Fläche muss die Stadt durch eine Fläche aus dem Ökokonto kompensieren. Bei einer wachsenden Stadt auf begrenzter Fläche, ist jedes unversiegelte Stückchen Grün wertvoll.

Wir hatten die Fraktionsmitglieder vorher noch angemailt, dass eine komplette Entsiegelung und Wandlung in einen Sandweg aus Sicht der Radfahrenden nicht optimal sei. Eine Halbierung auf ~4 m Breite und Nutzung als Radschnellweg fänden wir die beste Lösung. Eine Diskussion zu dem Punkt wurde von Jonas Rømer (Stadt) im Keim erstickt. Die Politik hätte die Teilentsiegelung der Ringstraße bereits 1998 beschlossen, als Kompensationsmaßnahme für die Osttangente. Das Asphaltband sollte auf 3 m reduziert und durch Knicks gesäumt werden. Lachend wurde der Antrag daraufhin zurückgezogen.

Der anschließende TOP 8 (CDU) drehte sich nochmal um die Entscheidung der Stadt, die Rathausstraße zu sperren. CDU, SSW und FlW! Sind sehen großes Misstrauen zwischen Stadtverwaltung und Politik und halten es für nicht gerechtfertigt, dass die Stadtverwaltung die Maßnahme an der Politik vorbei durchsetzt.

Ich kann hier nur Gabriele Ritter (BSS) beipflichten, die betonte, dass die Weisheit der SUPA-Mitglieder in diesen Dingen doch begrenzt sei und man die Verkehrsplanung den Experten überlassen solle. Es gäbe in der Vergangenheit zu viele Beispiele (Rückbau Kielseng, Begegnungszone, Fahrradspur Husumer Str.), wo die Politik gegen Maßnahmen Sturm gelaufen sei, doch am Beispiel der Husumer Straße müsse man der Verkehrsplanung einfach Recht geben, der prophezeite Verkehrskollaps blieb aus. Außerdem sei die Entscheidung umkehrbar, man solle sich entspannen.

Denkt dran: Freitag um 13:00 FFF Demo vor dem Rathaus!

 


https://flensburg.adfc.de/neuigkeit/bericht-zum-58-supa

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    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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